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Wie kann Univention Corporate Desktop (UCD) 3.0/3.1 installiert werden?
Univention Corporate Desktop (UCD) 3.0 ist eine Aktualisierung des Linux-Desktop in Univention Corporate Server (UCS). Die Aktualisierung ist optional und setzt UCS in der Version 2.3-1 oder 2.3-2 voraus.
UCD 3.1 unterstützt UCS 2.4 und basiert auf KDE 4.4. Informationen zu UCD 3.1 - Installation und Konfiguration - befinden sich im Univention-Wiki unter http://wiki.univention.de/index.php?title=UCD und im UCD-Handbuch.
UCD 3.0 basiert auf KDE 4.3, X.org 7.5, Firefox 3.6 und OpenOffice.org 3.2. Eine umfangreichere Liste der Änderungen ist in den Release Notes von UCD 3.0 zu finden.
Die Komponente UCD kann auf einem UCS 2.3-1 System mit den folgenden Kommandos aktiviert werden:
ucr set repository/online/component/ucd=enabled \ repository/online/component/ucd/version=current \ repository/online/component/ucd/server=apt.univention.de
Mit "repository/online/component/ucd/version=current" werden spätere UCS Updates angewiesen ein Update nur auszuführen, wenn es für die neue UCS Version die Komponente UCD gibt. Dies ist notwendig, da mit UCD einige Kernkomponenten im Desktopbereich ausgetauscht werden.
Vor dem Update sollte entschieden werden, welche KDEPIM-Version zum Einsatz kommt. Falls UCD in Verbindung mit der Kolab-Groupware bspw. Univention Groupware Server (UGS) eingesetzt wird, so sollte KDEPIM 3.5 verwendet werden. Andernfalls kann KDEPIM 4.3 zum Einsatz kommen, dafür muss die Komponente ucd-kde4pim aktiviert werden. Dies erfolgt mit dem folgenden Kommando:
ucr set repository/online/component/ucd-kde4pim=enabled \
repository/online/component/ucd-kde4pim/server=apt.univention.de
Es muss genug Speicherplatz im Dateisystem der Zielsysteme verfügbar sein. Die neue KDE4 Infrastruktur kann ca. 1.1 GB benötigen und für das Backup der .kde-Verzeichnisse der einzelnen Benutzer muss ebenfalls hinreichend Platz zur Verfügung stehen. Falls zusätzlich die KDEPIM-Version aus KDE 4 verwendet werden soll, sollten darüberhinaus weitere ca 1.1 GB verfügbar sein. Falls der Speicherplatz zu knapp ist und ein ext3-Dateisystem auf LVM verwendet wird, kann eine Erweiterung der Volume Group des Root-Dateisystems mit einem zusätzlichen Physikalischen Volume mit nachfolgender Größenanpassung des ext3-Dateisystems eine Option sein.
Nach der erfolgreichen Prüfung können die Pakete mit den folgenden Kommandos installiert werden:
export DEBIAN_FRONTEND=noninteractive
apt-get remove openoffice.org-filter-binfilter | tee -a /var/log/ucd-update.log
apt-get update && apt-get -u --yes dist-upgrade | tee -a /var/log/ucd-update.log
Anschließend sollte die Logdatei (/var/log/ucd-update.log) auf Fehler überprüft werden.
Bekannte Einschränkungen
- Das Update auf UCD 3.0 setzt zwingend UCS 2.3-1, also UCS 2.3 mit dem ersten Minor Update ucs2.3-1, voraus, da andernfalls beim nachträglichen Update auf UCS 2.3-1 Pakete aus der Thin-Client Umgebung überschrieben werden können.
- Mit der Installation von X.org 7.5 kann es zu Problemen in
Verbindung mit bestimmten Grafikkartentreibern kommen, wenn in die
Textkonsole umgeschaltet wird. Mögliche Lösungen:
- Für den Intel-Treiber kann die Option "options i915.modeset=0" gesetzt werden, weitere Informationen im Univention Bugzilla
- Ein Update auf Kernel 2.6.32 kann hier helfen. Eine experimentelle Version des Kernels ist im ports-sid Scope zu finden.
- Der fglrx-Treiber steht derzeit nicht für X.org 7.5 zur Verfügung. Als Alternative kann der freie ATI-Treiber eingesetzt werden: xserver-xorg-video-radeon
Weitere Informationen
Weiter Informationen finden Sie in den Release Notes zu UCD 3.0 .
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Letzte Änderung der FAQ: 2011-08-22 09:45
Autor: Stefan Gohmann
Revision: 1.5
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